Wie Du dem Jahresende entspannt begegnest oder dem Stress gekonnt entgehst

Stress abbauen, entspannen

Dezember, Jahresabschluss, Weihnachtsvorbereitungen, Veranstaltungen und noch so viel zu tun!
Das ist einfach zu viel Arbeit. Ich schaffe das nicht.

Geht es Dir auch so?
Dann machen Dich nicht die vielen Aufgaben fertig, sondern Deine Gedanken es nicht zu schaffen. Jeder Arbeitstag wird mit diesem selbst auferlegten Druck schwer und anstrengend.

Doch wie diesen Druck entgehen?

Zukünftig durch gute Planung und Entschlackung beruflich und privat!

Mit guter Planung meine ich zukünftig schon in ruhigeren Zeiten, gern auch im Sommer im Kalender notieren und auf Wiedervorlage legen. Damit kannst Du Dinge, wie zum Beispiel Weihnachtspost, oder Geschenke-Kauf anhand einer Wunschliste schon im Vorfeld klären. Dezember wird auch im Folgejahr kommen.

Doch was kannst Du jetzt noch tun, um konzentriert und produktiv zu arbeiten und danach entspannt den Feierabend anzugehen?

Ich stelle Dir 5 Schritte und lösungsorientierte Fragen vor, mit denen Du Dein Jahresende zufrieden und entspannt erreichst.

  1. Verschaffe Dir einen realistischen Überblick über alle Aufgaben und Termine und deren Zeitaufwand, die bis Jahresende anstehen.

Was genau will ich noch tun? Was davon ist das Wichtigste?

Kategorisiere sie in:

  • sehr wichtig (wenn es sich um Aufgaben handeln, die bis Jahresende unbedingt erledigt werden müssen),
  • in dringlich (wenn sie nicht ganz so wichtig sind, aber doch zeitnah weg sollten) und
  • in weniger wichtig (Termine und Aufgaben, die auch noch im Januar erledigt werden können).

Stelle Deine Erwartungen und Ansprüche sowohl privat als auch beruflich auf den Prüfstand!
Es gilt Dir einen realistischen Überblick zu verschaffen, was genau zu tun und wie viel Zeit dafür nötig ist.

  1. Entspanne im Kopf und Bauch. Erlaube Dir das zu tun, was Dir gut tut und entrümple die Zeit bis Jahresende bewusst. (Wunderfrage: Muss ich das überhaupt tun?)

Überdenke dabei auch Deine Erwartungshaltungen und Gewohnheiten. Muss Du wirklich alles, was Du glaubst tun zu müssen tun? Sorge jetzt schon für  Deine Entlastung und entschlacke alles, was Dir möglich ist. Das schlimmste ist, wenn Du glaubst: „Ich schaffe das nicht!“

Dezember ist die Zeit des Rückblicks und der Neuausrichtung.
Der Advent (lateinisch Ankunft) ist die Zeit zur Vorbereitung (der Geburt Jesu). Es ist die Zeit zur Ruhe zu kommen, inne zu halten, die Zeit zu genießen, Dinge zu tun, die Dir gut tun. Wenn es Dir gut geht, geht es auch Deinem Umfeld gut.

Muss zum Jahresende im Unternehmen eine Weihnachtsfeier stattfinden oder könnte eine Feier zum Jahresbeginn ein besserer Anlass sein und Überlastung vermeiden?

Privat verbinden wir Weihnachten oft mit Emotionen, mit Erwartungen an ein ideales Miteinander, mit Erinnerungen an unsere eigene Kindheit. Oft wollen wir die schöne Kinderzeit auch mit unseren Kindern wiederholen. Wir fixieren unsere Erwartungen auf diese Tage, um den Zauber nochmals zu erleben. Vor allem wir Frauen fühlen sich oft für alles zuständig, wollen alles möglichst perfekt geregelt haben. Damit bauen wir uns einen enormen Druck auf, der Stress verursacht. Wir machen uns damit selbst fertig, sind erschöpft oder Situationen mit unserem Umfeld eskalieren.

Doch ist es wirklich existenziell, Plätzchen selbst zu backen, alle anstehenden Veranstaltungen zu besuchen und alles selbst für die Feiertage zu planen und umzusetzen?

Du musst nicht alles tun, weder privat noch beruflich! Meist können wir problemlos einige Dinge streichen, ohne dass wichtige Dinge vergessen werden.

Vielleicht reicht es einen Weihnachtsmarkt entspannt zu besuchen, statt auf allen gesehen zu werden.
Such Dir eine Veranstaltung heraus, die Dir am meisten gefällt, schaffe Dir den Freiraum dafür und genieße bewusst.

An gekauften Plätzchen oder gekauften Weihnachtsgestecken ist auch noch niemand gestorben.
Vereinfache Dir die Festtage.

Geschenke Käufe könnten vereinfacht werden. Zum Beispiel mit einheitlichen Geschenken wie zum Beispiel Deinem Lieblingsbuch, einer guten Flasche Wein oder auch Gutscheinen
(1x bestellen, fertig). http://
Persönliche Geschenke gibt es dafür zu den Geburtstagen.

  1. Überlege, zu welcher Tageszeit Du am aktivsten und konzentriertesten bist und blogge Dir genau dieses Zeitfenster für jeden Tag für Deine wichtigsten Aufgaben aus Deinem Kalender.
  2. Teile Dir alle verbliebenen Aufgaben innerhalb Deines Kalenders auf und schätze realistisch ein:
  • was Du unbedingt allein tun musst,
  • welche Aufgaben Du delegieren kannst oder
  • bei welchen Aufgaben Du Hilfe nutzen kannst.

Delegiere die entsprechenden Arbeiten und Termine verbindlich und kommuniziere zeitnahe und konkrete Unterstützungsanfragen an Dein Umfeld, damit die nötige Hilfe auch rechtzeitig gegeben werden kann.

  1. Lege bereits am Vortag Deine 1-3 wichtigsten Aufgaben aus Deiner Liste für Dein aktivstes Arbeitszeitfenster fest.
    (Welchen Aufgaben möchtest Du Deine beste Zeit widmen?)
    Sorge dafür, in dieser Zeit ungestört arbeiten zu können und stelle Dich positiv auf diese Zeit ein.

Beruflich neigen wir Menschen in verantwortungsvollen Positionen schnell dazu, den Fokus auf das zu legen, was noch nicht erreicht wurde. Wir wollen unsere Ideen umsetzen, etwas bewirken und möglichst schnell unsere Ziele erreichen. Das lässt uns oft ungeduldig und ungemütlich erscheinen und kann belastend auf uns und unser Umfeld wirken. Der entstehende Druck erschwert die Arbeit zusätzlich. Denn der Druck erzeugt eine Problemorientierung und einen Tunnelblick. Der Fokus liegt auf dem was noch nicht geschafft wurde. Der Zugang zur Leichtigkeit und Kreativität für leichtere Lösungsansätze ist damit blockiert.

Kennst Du den Ausdruck: „Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“?

Jede Aufgabe, Situation wird von Deiner Einstellung zu ihr geprägt. Du kannst statt mit Druck kreativer und zügiger arbeiten, wenn Du Dich auf die Dinge, die in den letzten 11 Monaten gut gelungen sind mental ausrichtest.
Was hast Du schon geschafft? Welche Hindernisse hast Du schon umschifft und wie? Wer und was haben Dich dabei unterstützt?  Dieser Blickwinkel öffnet Dich für Dankbarkeit, Wertschätzung, Impulse und Fülle in Deinem Leben. Er gibt Energien frei, Deine anstehenden Aufgaben leichter und freudiger zu erledigen.

Weit verbreitet ist die Annahme, ein typischer Arbeitstag beginnt mit dem Lesen von Nachrichten, Mitteilungen und dem Reagieren auf äußere Impulse. Dies muss nicht sein.
Ich zum Beispiel beginne meinen Arbeitstag mit einer Meditation bei einem Waldspaziergang und dem Festlegen während der Arbeit auch für Pausen und Energiezufuhr für mich zu sorgen. Meine aktivste Arbeitszeit ist morgens zwischen 8-10 Uhr, wo ich meine drei wichtigsten Aufgaben des Tages erledige, ohne mich von E-Mails, Telefonaten oder anderen äußeren Einflüssen ablenken zu lassen.

In der Pause danach sammle ich Kraft für Neues und  lege fest, welche weiteren Aufgaben ich in welcher Reihenfolge erledigen will und ob es sinnvoll ist, einige Aufgaben zu bündeln.

Am Feierabend belohne ich mich für meine Ergebnisse mit etwas, was mir gut tut, bin dankbar für Erreichtes und schließe innerliche Programme,wie am Computer bewusst, um auftanken zu können.

Nun ist es an Dir, Deine letzten Wochen des Jahres stressfreier anzugehen und den Feierabend entspannt zu sein.
Ich wünsch Dir viel Erfolg dabei und eine beschauliche Weihnachtszeit.

 

Foto: Pixabay